Der in Tripoli (Libanon) geborene Tenor studierte Klavier und Gesang am Nationalen Musikkonservatorium in Beirut und schloss sein Studium im Mai 2007 mit Auszeichnung ab. Seine Lehrer waren unter anderem Arthur Satyan und Kévork Karamétélian. Anschließend absolvierte er ein Masterstudium in Opernmusik bei Josef Wallnig und Boris Bakow am Mozarteum in Salzburg. Seit der Spielzeit 2008/09 ist Ziad Nehme Mitglied des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper und setzte hier seine Gesangsstudien mit Counter-Tenor Andrew Watts fort.
Ziad Nehme war bereits auf diversen Opern- und Konzertbühnen in seinem Heimatland und in Europa zu erleben. Zu seinem Konzertrepertoire zählen Partien in Hadyns Großer Orgelmesse, Mozarts Feierlichen Vespern, Credo-Messe und Krönungsmesse, Schuberts Es-Dur Messe, Händels »Messias«, Vivaldis Magnificat und Beethovens Chor-Fantasie.
Er trat Solist gemeinsam mit dem Nationalen Libanesischen Symphonieorchester, dem Salzburger Mozarteum, dem Philharmonischen Orchester Warschau und dem Léhar-Orchester (Bad Ischl) auf und arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Simone Young, Alessandro De Marchi, Stefan Soltesz und Dennis Russel Davies zusammen.
Auf Liederabenden präsentierte er unter anderem Schuberts »Winterreise«, die er gemeinsam mit dem Pianisten Vartan Agopian in Beirut interpretierte, und Schönbergs »Brettl-Lieder«, mit denen er in Hamburg zu erleben war. Das Opernrepertoire des Tenors umfasst unter anderem Don Ottavio (»Don Giovanni«), Basilio (»Le Nozze di Figaro«) und Nerone in Händels »Agrippina«. Als Mitglied des Internationalen Opernstudios gestaltete der Tenor unter anderem folgende Partien: Balthasar Zorn (»Die Meistersinger von Nürnberg«), Saint-Brioche (»Die lustige Witwe«), Monostatos (»Die Zauberflöte«), Capitano (»Simon Boccanegra«), Hotel Porter (»Death in Venice«) und Spoletta (»Tosca«).