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26.05.2009

Schwetzinger Festspiele 2009: Benedict Kloeckner Rising Star

Benedict Klöckner heißt ein Cellist, der in der Reihe "Rising Stars" bei den Schwetzinger Festspielen nachhaltig auf sich aufmerksam machte. Warum? Der junge Mann, Jahrgang 1989, verfügt über einen wunderschönen, feingliedrigen Ton, bei dem nichts vom gefürchteten "Cellofett" zu verspüren ist; Eleganz und intimer Gesang zeichnen sein Mendelssohn-Spiel aus. Piècen wie zwei Liedbearbeitungen ("Suleika" und "Auf Flügeln des Gesanges") brachte er mit zärtlicher Wärme ins Bewusstsein, und seine Lieder ohne Worte atmeten ganz aus verzaubertem Sentiment heraus.

Begleitet wurde Klöckner von José Gallardo, einem souverän sich einbindenden Musiker mit differenzierter Anschlagskultur. Ihr gut ausbalanciertes Zusammenspiel beflügelte auch die große D-Dur Sonate (op. 58), in der Felix Mendelssohn Bartholdy einen lebhaften Pulsschlag in die Ecksätze hineinkomponierte. Für die beiden Künstler Anlass, das Publikum mit beschwingter Aufbruchsstimmung zu verwöhnen. Der virtuose Touch kam selbstredend nicht zu kurz; eine freundliche Mimik durchzog auch die beiden Mittelsätze. Das Publikum war begeistert und wurde mit Zugaben verwöhnt: der "Elfentanz" von David Popper als Kabinettstück fingerfertiger Cellokunst und noch einmal mit Gefühl ein Lied ohne Worte.

(Mannheimer Morgen, 26.05.09)