George Alexander Albrecht zählt zu den vielseitigsten Dirigenten seiner Generation. Sein Opern- und Konzertrepertoire umfaßt nahezu die gesamte Literatur.
Mit Begeisterung setzt er sich für die Musik unserer Zeit ein, was zahlreiche Uraufführungen und exemplarische Einstudierungen (z.B. Reimanns "Troades", Zimmermanns "Die Soldaten", Schönbergs "Moses und Aron") eindrucksvoll belegen.
Neben dem musikdramatischen Schaffen Mozarts und Wagners bildet die Sinfonik Anton Bruckners und Gustav Mahlers einen weiteren Schwerpunkt in Albrechts Schaffen.
George Alexander Albrecht wurde 1935 in Bremen geboren. Er studierte Violine, Klavier und Komposition und erhielt 1954 den renommierten "Prix d'excellence" der Accademia Chigiana in Siena/Italien. Mit 29 Jahren wurde er 1965 zum Generalmusikdirektor der Niedersächsischen Staatsoper Hannover berufen und war damals jüngster GMD in Deutschland. Er war im Laufe seiner Karriere u.a. Gastdirigent der Berliner und Münchner Philharmoniker, der Bamberger Symphoniker, der Staatskapelle Dresden und des Gewandhausorchesters Leipzig. Er dirigierte sämtliche deutsche Rundfunk-Orchester und stand bei zahlreichen ausländischen Orchestern am Pult.
Nach 32 erfolgreichen Jahren verließ George Alexander Albrecht mit Ende der Spielzeit 1992/93 die Hannoversche Oper, um sich zunehmend Gastdirigaten zu widmen. Von 1990 bis 1995 war er Gastdirigent an der Semperoper Dresden und leitete 1994 in Leipzig die viel beachtete Neuinszenierung der Oper "Moses und Aron" von Arnold Schönberg (Regie: George Tabori). Eine Honorarprofessur verbindet ihn mit der Musikhochschule "Franz Liszt" Weimar. Er erhielt 1998 das Bundesverdienstkreuz. Im Jahre 2001 wurde George Alexander Albrecht mit dem ‘Wilhelm-Furtwängler-Preis’ der Musikfestspiele Baden-Baden geehrt.
Als Generalmusikdirektor des Deutschen Nationaltheaters Weimar und der Staatskapelle Weimar unternahm er seit 1996 umfangreiche Gastspielreisen. Seine CD-Einspielung mit diesem traditionsreichen deutschen Orchester konzentrieren sich besonders auf für Weimar geschriebene Werke von Liszt, Wagner, Strauss und Humperdinck. Seit 2002 ist er Ehrendirigent der Staatskapelle Weimar.
Einen besonderen Höhepunkt unter den zahlreichen Gastspielen, die George Alexander Albrecht unternommen hat, stellten das Dirigat von Dvoraks ‚Stabat Mater’ mit dem New Zealand Symphony Orchestra beim New Zealand International Festival und die Einstudierung von Richard Wagners ‚Der fliegende Holländer’ an der Opera Australia in Sydney und in Melbourne dar. Für dieses Projekt erhielt er in 2005 den „Conductors Award“ in der Kategorie „Oper“ vom australischen Kritikerpreis „Green Room Award“.
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